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21. Juli 2007, 14:42 Uhr, Amandi

Unverhofft

Wasser. Unter der Brücke wie wabernder, schwarzer Teer, der einen in die Verdammnis zöge, würde man sich zu weit hinüberbeugen. Über den Bootsrand. Das Boot - meine sichere Insel in dieser wogenden Masse unverständlicher Materie. Bodenlosigkeit. Oder – wenn der Boden kommt, nach vielen Metern, ist es zu spät für das Menschelchen, das ich bin. Unser kleines Kanu auf der großen Spree. Wir sind zu zweit. Fast keine Schiffe heute. Ich bin auf den Rhythmus des Paddelns konzentriert. Immer wenn ich aufschaue und die Umgebung sehen will, komme ich raus. Also geb’ ich mich dem Paddeln hin und hefte den Blick auf die Spitze des Bootes. Sie schneidet sich fast lautlos in das Wasser. Elegant. Mühelos-schwerelos. Jetzt spüre ich unsere Bewegung – die Bewegung des Bootes. Das Boot – das sind der Bootskörper und wir. Ich spüre unsere Schnelligkeit und wie wir ins Wasser schneiden. Wir sind im Wasser.
Wenn man beide Augen schließt, sieht man die Dunkelheit. Wenn man nur ein Auge schließt, sieht man nicht die Dunkelheit des geschlossenen Auges, sondern nur die Helligkeit des offenen.


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